Tag 15

Heute waren wir in Seoul.

Leider sind wir total kaputt.

Ich schaffe es heute nicht mehr noch etwas zu schreiben, werde es aber morgen nachliefern. Vielen Dank fürs Verständnis.

Tag 16

Heute ist nicht sehr viel bewegendes passiert, …außer, das unser Bussfahrer gleich drei rote Ampeln in Folge mitgenommen hat.

Im IBC war gestern ein sogenannter Lockdown. Das ist eine Sicherheitsüberprüfung, wo niemand mehr im Hause sein darf. Deswegen hieß es für uns – Zwangspause einlegen.
Um den Tag effektiv zu nutzen haben wir uns in einer Gruppe zusammengeschlossen und sind nach Seoul gefahren. Dort haben wir ganz schön Kilometer zurückgelegt. Wir sind früh gleich zum Bahnhof des extra für Olympia in diese Region erweiterten KTX Schnellzuges um in Richtung Seoul aufzubrechen. Krass war schon mal der monströse Bahnhof, der da einfach mitten in der Botanik steht.

Der Marc war frech und hat gleich die Quittung dafür bekommen 😉

Um 8:43 Uhr ging’s dann los. Man kommt auch gar nicht sehr viel früher auf den Bahnsteig. Alles ist abgesichert und man muss durch Kontrollen, fast wie am Flughafen.

Der KTX ist ein Ableger des französischen TGV, in dem wir mit fluffigen 235 km/h unterwegs waren. …Lars hat’s gemessen.

Innen sieht’s fast aus wie in einem Star Wars Film.

Dann ging es erstmal für 1,5 Stunden nur in eine Richtung.

Unterwegs sieht es natürlich jetzt im Winter ganz schön karg aus. Angekommen in Seoul erwartete uns dann, …eine Großstadt…


(man beachte den Bus da oben) 😉

Da stand dann noch eine Figur in der Gegend rum, bei der uns erst beim fünften Mal hinschauen auffiel, was die da in der Hand hielt… 8-/


Ich habe bis jetzt leider nicht herausfinden können, wer das ist. Vielleicht weiß es ja jemand?!

In der Stadt wird sichtlich an allen Ecken und Enden gebaut. Wahnsinn.
Zu erst sind wir über den Seoullo 7017 gegangen, was ähnlich zum Higline-Park in New York angelegt ist. Von dort aus hatte man eine etwas gehobenere Sicht über die Dinge.

Interessant, wie zwischen den Hochhäusern kleinere und ältere Häuser noch zu finden sind.

Dann sind wir über den Namdaemun-Markt gegangen.

Von dort aus ging es zum Nansam Seoul Tower auf gleichnamigen Berg.

Dazwischen immer wieder der krasse Gegensatz alt/neu.

Danach sind wir in Richtung des Königspalastes (Gyeongbokgung) aufgebrochen.

Jetzt haben wir uns an der U-Bahn versucht und fuhren zum Lotte World Tower. Das war ein ganz schöner Kraftakt, da die Ticketautomaten nicht so einfach zu verstehen waren.

Die die oben waren haben ganz schön gestaunt, weil der Fußboden durchsichtig war und man unter sich 500m in die Tiefe schauen konnte.

Ich habe mir die 20€ Gebühr gespart.
Nun war der Tag auch schon fast wieder vorbei.
Im Dunkeln sieht die Stadt auch richtig toll aus.

Gegen 23:00 Uhr waren wir dann “fast tot” wieder im Hotel und der Weg war klar! …ins Bett!

Tag 17

Es werden immer mehr Leute. Beim Frühstück war es heute früh um 7:00 Uhr schon brechend voll.
Die Shuttle-Busse sehen voll kitschig aus und es läuft entweder irgend so ein koreanischer “Sturm der Liebe” Verschnitt, oder wie heute “Big Brother” auf koreanisch.

Naja, das muss man dann nur 45 Minuten am Tag aushalten. So lange dauert nämlich unsere Anfahrt zum IBC. Das selbe dann auch abends wieder retour, aber dann laufen Nachrichten.
Mittlerweile brauch man früh etwas länger zum “booten”…

…aber es geht noch… 😉

Die LiveU’s sind mittlerweile fertig für ihren Einsatz.

Seit heute kommen die ersten Bilder vom Host, die Schöne Bilder von den Austragungsorten zeigen.
Da ich nicht weiß, ob ich diese fotografieren und hier zeigen darf, lass ich’s lieber. Es haben wohl schon welche wegen sowas ihre Akkreditierung verloren. …unschön!
Hinterm IBC steht ne ganze Batterie von Notstromagregaten, die über dicke Tampen angeschlossen sind.

Im Moment werden die “Auspuffe” oder “Abgasschlote” (triffts wohl besser) nach oben verlängert. Scheinbar war’s nach nem Test leicht undurchsichtig hinterm Haus.

Das Wetter ist hier eigentlich durchgängig sehr schön, …bloß ar…-kalt.
Nach dem Mittagessen haben wir nochmal beim Host-Broadcaster vorbeigeschaut. …da gibts ja noch mehr zu sehen.

Nach der Arbeit sind wir mal in nem richtigen Supermarkt gelandet. Sogar nen Übersetzerservice für Nicht-Koreaner haben die angeboten.

Tim kauft Nudäääln

…unsere Ausbeute. Sieht ganz passabel aus. Wein ist hier sehr teuer.

Heute Abend wollen wir mal versuchen Wäsche zu waschen. Mal schauen ob’s uns in unserem “Waschsalon” gelingt. 😉

 

Tag 18

Heute war es wieder gefühlt sehr kalt.
Aber die Sonne scheint bei stahlblauem Himmel.
(…dem Tim friert es)

Die Koreaner senden schon in UHD und prääääsentieren das natürlich vor ihrem Bereich. …mit ner Boygroup…

…haaaach, das erinnert mich an unser Progr….. hmmm.
Im MCR haben wir mittlerweile auf “Gefechtsbeleuchtung” umgestellt 😉

…wirkt aber gemütlich. …so ein wenig, versteht sich…
Unsere Mittagspause haben wir heute mal in dem IBC-Catering-Zelt verbracht. Die Masse der Leute ist schon durch, da wir erst gegen 3 “gemittagt” haben.

Auf dem Rückweg bestaunten wir, was aus den riesigen Notstromaggregatauspuffrohren (wattn Wort) geworden ist.

Und ein Krach macht das Ganze…

Teilweise sieht es ganz schön bescheiden hinterm Haus aus.

Aber es kommt ja wahrscheinlich wieder weg. “Einweg” halt.

Im Geräteraum kommen immer noch neue Kabel dazu. Damit die Verdrahtung auch zur Optimierung nachverfolgt werden kann, muss markiert werden! 😉

Nach Hause ging es wieder mit ‘nem Discobus (zumindest von der Beleuchtung her). Das ist echt scharf.

Man beachte die Klopapierrollen da oben. Wir wissen absolut nicht, wozu die dienen sollen… 😎
Während unseres Abendessen klingelte es, die Kollegen von nebenan verlassen uns. Denen ist die Bude überm Kopf fast abgebrannt.

Wir freuen uns im Übrigen, dass es mittlerweile so viele gibt, die diesen Blog verfolgen.

Tag 19

Heute hatten wir den ersten Tag Schichtbetrieb. Tim und ich konnten mal länger schlafen, denn wir mussten erst Mittag auf Arbeit erscheinen.
Ab 9:00 Uhr hing dann draußen am Himmel ein Hubschrauber und machte Aufnahmen, die von Host-Broadcaster zur Verfügung gestellt werden, sogenannte Beauty-Shots.

…vielleicht kann man sie sehen…

Der Nachschub naht! 😉

Es war mal schön die Welt zum Mittag zu sehen und nicht nur früh und abends.

Der Bus fährt auf einer eigens dafür eingerichteten “Olympic-Lane”. Ab einer bestimmten Zeit darf dann kein privater Verkehr mahr darauf rollen. Die Wege sind groß mit roten Streifen und den olympischen Ringen gekennzeichnet.

Das Kamerazugpult ist fertig. …Remotesteuerung zu den Venues… Kraaaasss!

Das Studio ist immer wieder schön anzuschauen. Haben sie schön hinbekommen.

Im Sofo wird noch bis spät gearbeitet, während wir jetzt langsam den Heimweg antreten dürfen. Feierabend, es ist schon fast 9!

Schade, dass man hier keine Gerüche verbreiten kann, sonnst hätte ich heute mal ein Beispiel bringen können, wie der Speiseplan der Discovery-Kantine ist.
Unser Geräteraum ist scheinbar mit dem Abluftkanal dieser verbunden.
Gestern gab es Knoblauchbrot und später kam noch Pilzsuppe dazu. Heute roch es dann wie Frittenbude. Echt lecker!

Tag 20

Wir haben festgestellt, dass wir heute am 20. Tag Bergfest haben. Die Hälfte liegt hinter uns. Es wahr wahnsinnig aufregend und spannend.
Aus diesem Grund kommen wir zum heutigen Thema: Anekdoten!

Heute früh fuhren wir wieder mit dem Mediashuttle von unserem Hotel in  Bookwang zum IBC. Dieser braucht normalerweise 45-55 Minuten für diese Fahrt.
…Wir waren heute in 32 Minuten da!
8-/
110km/h! …auf ner Strecke, wo nur 60 erlaubt sind.

Mirko hat’s gemessen.
Wir haben um unser Leben gefürchtet. Kreisel gingen fast geradeaus durch. Rote Ampeln waren nicht da (…und da gab’s viele von), und in Kurven hatte man das Gefühl nur noch auf einer Seite Bodenhaftung mit den Reifen zu haben.
Ayrton Senna ist’n Laffo dagegen.

Mirko hat seit seiner Anreise Probleme mit der Heizung in seinem Zimmer. Besser gesagt, die Heizung geht gar nicht.

Nun hat er sich darüber beschwert, mit dem Ergebnis, dass etwas getan wird. Mirko kam von Arbeit zurück… Ja es ist in Ordnung gebracht worden. …Zimmer immer noch kalt. Wieder hin zu Rezeption. Die sagten, dass das Problem morgen, wenn er von Arbeit komme gelöst sei.
Die Lösung des Problems war: ….naaaa

…es stand ein Heizlüfter im Zimmer. Jetzt friert er nicht mehr, ist aber taub vom Lärm des Lüfters.

Selbes Zimmer, neues Problem…
Es ist ein Fleck auf dem Bett! …nass!

Blick nach oben. Sprinkler undicht. Es tropft.

Rezeption angerufen. Es kam schnell ein Haustechniker. Der wischte den Sprinkler trocken und sagte, es sei alles wieder in Ordnung. Mirko holte ihn zurück, da der nächste Tropfen sich ankündigte. Ha, hmmmm, der Techniker verschwand und kam zurück, jetzt sei alles in Ordnung. Auf die Frage, was er getan habe antwortete er, er habe den ganzen Strang des Sprinklers abgestellt. Alles gut!
8-/
Am nächsten Tag wurden alle Sprinkler ausgetauscht und der Strang wieder angestellt. 😉
Ach….

So viel zu den Anekdoten.

Die Sicherheitskontrollen sind schärfer geworden.

Wir müssen jetzt sogar zeigen, dass unser Handy funktioniert. Naja besser so als anders.
Wir hatten heut unser Welcome-Briefing. Alle waren da! …Alle!

…na wer er-/kennt sie?!

Tag 21

Heute ist nun der Tag gekommen. Die erste Sendung. Nicht immer nur konfigurieren, proben und stöpseln. Nein, wir senden heute mal.
13:00 Uhr in der ARD ging es los. Bei uns wars da schon 21:00 Uhr.

Genial, wenns funktioniert!

Da die Sendung bei uns heute erst sehr spät läuft, lag unser Dienstbeginn natürlich auch erst um 15:00 Uhr. Deswegen hatten wir die Zeit mal mit der Gondelbahn hinter unserem Hotel uffn Berch zu fahrn. Tolle Sache.

Diese Bahn geht direkt durch das olympische Freestyle/Snowboard-Gebiet.

Oben angekommen hatten wir einen unbeschreiblichen Ausblick.

Viele Grüße vom Berg:

Tag 22

Gestern Abend hatten wir noch was ganz wichtiges zu feiern.
Unser Technischer Leiter, der Hagen hat nämlich heute Geburtstag.

Deswegen mussten wir nach der Arbeit auch gaaanz schnell ins Hotel zurück. …da gabs ne tolle Feier für ihn. Ich glaub er hat sich tierisch gefreut. Die kleine Hotelbutze war ganz schön überfüllt.

Für Getränke wurd gesorgt.

Tschuldigung an die Nachbarn drumherum. Wir haben schon versucht nach vier Schluß zu machen. 😉

Heute ist nun der große Tag der Eröffnungsfeier.

Wir sind dabei und bereit.

Tag 23

Heute früh zum Frühstück stand der Restaurantchef so vor uns:

Kollegen erzählten, dass er in diesem Aufzug in der Nacht sturzbetrunken unterwegs war. Wahnsinn, dass er früh dann wieder so auf der Matte steht.

Wir sind heute früh eigentlich nur aufgestanden um noch etwas vom Frühstück abzubekommen. Danach war Weiterschlafen angesagt.

Da wir heute wieder 17:00 Uhr Dienst hatten, bis spät in die Nacht hinein, müssen wir ein wenig Schlaf aufholen.

Heute ist ZDF-Tag mit Biathlon, Skispringen und Eisschnellauf im Programm.

Morgen Vormittag wollen wir mal zum Meer runter fahren, da wird es dann wieder ein wenig mehr Fotos geben.

Tag 24

Wie gesagt, hatten wir uns heute vorgenommen nach Gangneung ans Meer zu fahren. …Ans japanische Meer. Die Nacht war kurz, deshalb fiel das Aufstehen schwer. Aber das Wetter belohnte uns wieder.

Mit dem Shuttle-Bus gings los. Nochmal ein schöner Blick auf das Olympia-Stadion und rechts hinten die olympische Skisprungschanze.

Bei der Ankunft in Gangneung ein etwas “gewohntes” Bild. …sieht aus wie Leipzig-Grünau!

Und dann war er da, der Strand. Dafür lohnt es sich doch müde los zu fahren! 😉

Wir waren wirklich da! Der Wind war saukalt, aber die Sonne machte das alles wieder gut.

Der Strand von Gangmun

Ein sehr interessanter Ort. Zumindest das, was wir davon heute gesehen haben. Sehr vieles wurde neu gebaut, viel Altes wieder dazwischen.

Auf dem Rückweg sind wir am GOV (Gangneung Oval – Eisschnelllaufhalle) vorbeigefahren.

Unser Shuttle-Bus endete heute im Main-Press-Center (MPC) gegenüber dem IBC.
Von hier aus hatten wir einen schönen Blick auf das IBC und so andere schöne Sachen.

Pünktlich 17:00 Uhr standen wir dann zum Dienst bereit, im MCR, wo die Sportschau in der ARD schon lief.

Tag 25

Heute Hatten wir wieder spät, und es hieß mal schnell zum Frühstück und dann wieder schlafen legen.
Die Nacht gestern ging noch mit einem ganz schönen Wetterchen einher.

Aber wir sind gut im Hotel angekommen.
Heute auf der Fahrt zur Arbeit im Bus: …es läuft Olympia, bei SBS.

Im IBC verirre ich mich trotzdem manchmal noch!

Aber viele Wege führ’n nach Rom!

…oder zu ARD und ZDF! 😉

Sieht’n bissel “abgespaced” aus.
Aber wir haben jetzt einen Medallien-Counter. Liebevoll erstellt.

Zum Schluß noch ein kleines Schmankerl. Dies habe ich heute auf einem Beauty gesehen und fotografiert. Na, wer erkennt’s?

(kleine Hilfe, …ein Musikinstrument solls sein.)

Ein wenig traurig bin ich heute, weil Laura Dahlmeier sich angekündigt hatte, aber dann doch nicht kommen konnte. Ich wollte doch ein Autogramm!

Tag 26

Gestern Abend, …oder heute früh, auf dem Nach-Hause-Weg hatt’s aber so richtig geschneit.

Da es schon um viere war haben wir das Frühstück heute wegfallen lassen, und uns zu unserer Zeit dann selbst eins gemacht. Leider gibts hier nur Weißbrot. Wurst ist auch Mangelware. Dafür habe ich Erdebeermarmelade gefunden. …Lecker!

Bis zum Dienstbeginn war es noch ein wenig Zeit und so haben wir uns aufgemacht zum Olympia-Stadion.

Dort waren wir noch im Superstore. EinTrubel in dem Laden. Wahnsinnig viele Leute. Da darf jetzt das “normale Volk” auch hin und tolle Sachen kaufen.
Auf dem Rückweg kamen wir mit dem Bus am östereichischem Haus vorbei.

Heut gab’s die Medallienverleihung im Programm.

Der Medallienspiegel an unserer Tür wächst.

…und die Franzosen haben Zeit und spielen Tischtennis aufm Gang.

Tag 27

Wieder ein Tag, mit Spätdienst. Was macht man…?!  Erstmal nur vier Stunden schlafen, um dann pünktlich und etwas zerknittert im Bus zur Tempel-Tour sitzen. Für das arbeitende Volk werden hier kostenlos fünf Client-Touren angeboten, von denen wir uns heute die “Retreat in Nature, Pyeongchang Tour” rausgesucht hatten.
Dies führte uns zuerst in das traditionelle koreanische Kultuerlebniszentrum  Jeonggangwon. Es wurde gegründet um die Werte und Vorzüge der traditionellen koreanischen Esskultur in der Welt zu bewahren.

Man kann hier sogar als Tourist wie in einem Hotel wohnen. …spartanisch, aber nah an der Natur und Geschichte.

Ein angegliedertes Museum gibt noch mehr Einblick.

Als Kühlschrank wurden riesige Steinguttöpfe benutzt.
Jetzt haben wir auf traditionelle Art Reiskuchen hergestellt.

…total lecker!

Ein italienisches Fernsehteam war auch dabei. Die Redakteurin hatte große Ähnlichkeit mit Mutti Merkel! 😉

Im Anschluss bekamen wir ein absolut königliches Mittagessen.

Nun ging es mit dem Bus weiter zum Woljeongsa-Tempel.


Der Woljeongsa-Tempel ist eine einzigartige Gelegenheit, den koreanischen Buddhismus, seinen Lebensstil, seine Rituale und seinen Geist zu erleben.

Zu guter Letzt hatten wir noch eine …Teezeremonie (dado) und eine Zen-Meditation (chamseon) mit einer von 40 Mönchinen in diesem Tempel.
Eine sehr ergreifende Sache.
Hinterher durften wir jeder noch ein Foto mit ihr machen.

Ein sehr schöner und gelungener Ausflug. Pünktlich wurden wir beim IBC abgesetzt und ab ging’s zur Arbeit.

Tag 28

Heute mal, …aus dem Nähkästchen…

Als wir heute auf Arbeit ankamen war der Medallienspiegel schon aktualisiert! Inzwischen sind ja noch ein paar mehr dazugekommen. Die Tür reicht bald nicht mehr aus!

Im Eingangsbereich haben wir ein kleines Café, welches liebevoll eingerichtet ist und in dem sich um uns ebenfalls liebevoll gekümmert wird. Es gibt Kaffee, Kekse und Wasser, …am laufenden Band… Da ist auch immer was los.

Die Redaktion ist auch immer fleißig am arbeiten, damit die Sendung gefüllt werden kann. Das machen die lieben Kollegen in der PCR (Programmregie). Ein guter Job, wenn man bedenkt, wie lange die da still sitzen müssen. …Stundenlang!

Angeschlossen daran unser (wie ich finde) supertolles Studio mit mega LED-Wand.

Wir im MCR (Schaltraum) haben bildseitig natürlich damit zu tun, dass die Signale immer bereitstehen. Unter Anderem bekommen wir 28 Signale vom Host OBS (Olympic Broadcasting Service), der Dienstleister für die olympischen Spiele, die richtig benannt auf der Kreuzschiene und den Bildmischern aufliegen müssen. Zusätzlich müssen natürlich die Leitungen nach Deutschland richtig beschaltet sein.

Tonseitig gibt es auch viel zu tun. Es müssen Sprechstellen mit den richtigen Tasten belegt, Konferenzen passend geknüpft und die richtigen OffTubes (Sprecherräume zur Vertonung) mit den richtigen Signalen und Außenstellen verknüpft werden.

In den OffTubes arbeiten die Reporter mit CIS (Corespondent Information System). Darauf sieht man die aktuellen Stände und Ranglisten der Sportler.

Das IBC sieht in den Abendstunden auch schön von Außen aus.

Ich finde auch immer wieder schön, wenn die Sonne untergeht, oder gerade untergegangen ist. Das gibt immer so schöne Bilder. 😉

Tag 29

Die Medallien purzeln weiter.

Heute ist unser letzter Spätdienst. Das heißt wieder 17:00 Uhr anfangen.
Die Zeit heute früh haben wir genutzt, bei schönstem Sonnenschein, mal die Umgebung zu erkunden. An der Kreuzung, wo wir normalerweise nur rechts oder links rum fahren, gehts nämlich ooch gerdeaus!

Dort geht es zu einem Golfclub, der im Moment nicht in Betrieb ist. Man kann aber auf das Gelände. So waren wir gute 8 km unterwegs.

Und wir hatten einen wahnsinns Ausblick auf den Snow Park und unser Hotel.

Übrigens Mr. Trump: “I also have a red Button!”

Bux hat heute für lange Gesichter bei den Russen gesorgt, als er so…

…an ihnen vorbei gegangen ist! 😉

 

Tag 30

Heute ist ein schwerer Tag. Ich habe mir gestern von unserer Klimaanlage im MCR etwas weggeholt. Kopfschmerzen und fester Husten. Ich bin froh, wenn ich übern Tag komme. Habt bitte Nachsehen. Bis Morgen. 😉

Tag 31

Ich habe in der Nacht hoffentlich alles rausgeschwitzt. Krank fühle ich mich nicht mehr. Trotzdem war die Nacht kurz, da wir ab heute in der Frühschicht arbeiten.
Deshalb haben wir auch ‘nen Schlüssel vom IBC! 😎

Kraaaaaasss!

Wie gesagt, es war … früh! Aber auch intressant alles mal um diese Zeit zu sehen.

Der Busfahrer hatte es auch wieder sehr eilig. In dem einen Tunnel dann die Farben der olympischen Ringe.

Unser Medallienspiegel wächst und wächst und wächst! 😉

Die Sendung ist vorbereitet und heute wurde auch mal die Technik dahinter gezeigt. …leider nur die PCR (Programmregie).

Der Mirko ist auch dabei. 😉

Tim hat heute mal ein paar Fotos in den SUB-Regie’n gemacht.

Tag 32

Heute: …kleine Verkehrskunde für Korea.
In Korea (zumindest was wir davon kennen) gibt es gefühlt mehr Busse als normale Autos.
Merke: Leg dich nie mit Bussen an, oder Busse haben immer recht.
Das merkt man sehr schnell, wenn Autos auf der Straße Platz machen, sobald ein Bus im Anmarsch ist. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen sind für Busse scheinbar nicht gültig.

Mit der Geschwindigkeitskontrolle ist das so eine Sache.
Blitzer müssen vorher angezeigt werden. Das wird mit Blinkleuchten, wie Polizeiautos gemacht, und zusätzlich blinkt rot die zu fahrende Geschwindigkeit. An dieser Stelle heißts kurz bremsen und dann wieder Gas geben. Zusätzlich müssen Blitzer in jedem Navi vorhanden sein. Das gibt dann immer ganz komische Geräusche. …auch im Bus. Und das Navi blinkt rot.
Das wünsche ich mir manchmal auch zu Hause.
Deshalb blinken hier die Straßenränder lustig rot und blau.
Kreisverkehre sind wohl in Anlehnung an Olympia erst eingeführt worden. Alle fahren irgendwie, keiner weiß aber wie wirklich.
Fußgängerüberwege sind unnütze Verziehrungen auf der Straße. Fußgänger werden “weggehupt”, und rote Amplen sind nur eine Empfehlung.
Autos sind oft sogar bis zur Frontscheibe getönt. Manchmal sieht man im Dunkeln auch nicht mehr von innen raus.
Was witzig ist. Die parken hier alle auf null Tolleranz. Da passt manchmal kein Blatt Papier mehr dazwischen. Aber Rempler sieht man überhaupt nicht an Autos.

Gestern Abend auf dem Heimweg stand die Sonne tief und sah sehr schön aus.

Heut Mittag hab ich dann mal probesitzen im Studio gemacht.

Tag 33

Da ich immer noch nicht ganz über den Berg bin habe ich es gestern Abend vorgezogen schnell ins Bett zu kommen. Tim hingegen hat’s gewagt sich nochmal mit den anderen in die Kälte zu stellen. …und hat ein paar Bilder und Videos gemacht.

Wir landen ja mit unseren Akkreditierungen immer gleich mal mitten in der MixZone.

Das ist ein Bereich, wo Reporter in kleinen abgezäunten Abschnitten mit vorbeilaufenden Sportlern ein “fliegendes” Interview führen können.
Dort steht man sozusagen mittendrin. …statt nur dabei. 😉

Wenn dann auch noch einer von der Schanze geflogen kommt…

Wem es dann doch zu kalt wird kann sich an “Heizstationen” aufwärmen.

Aus meiner Sicht eine unheimliche Energieverschwendung. Aber damit sehen die’s hier nicht so… 8-/

Am Ende entstand dann auch noch dieses superschöne Foto.

(Danke an Inken und Kathrin für das Foto) 😉

…unser Medallienspiegel wächst so nebenbei unaufhörlich weiter. Jetzt sogar schon mit Autogrammen.